Präsentation
"Wem würde ich ein Denkmal widmen?!"
Historisches Museum Saar
Schlossplatz 15, 66119 Saarbrücken
Unter diesem Titel setzte sich das Technisch-Gewerbliche Berufsbildungszentrum I (TGBBZ I) Saarbrücken gemeinsam mit der Künstlerin Frauke Eckhardt, dem Landesverband Sinti & Roma und der Landeshauptstadt Saarbrücken mit Erinnerungskultur und Gedenken auseinander.
Ausgangspunkt war der Gedenkort „Nachhall“ im Echelmeyerpark, der an die im Nationalsozialismus ermordeten saarländischen Sinti und Roma erinnert. Die Auszubildenden hinterfragten bestehende Denkmäler: Welche Geschichten erzählen sie? Welche Perspektiven fehlen? Und woran sollte eine demokratische Gesellschaft heute erinnern?
Aus ihren Überlegungen entwickelten die angehenden Bauzeichnerinnen und Bauzeichner eigene Ideen für neue Formen des Gedenkens und setzten diese in Skizzen und Modellen um. So verbindet das Projekt historische und gesellschaftliche Fragestellungen mit dem fachlichen Können der Jugendlichen.
Entstanden ist eine Ausstellung, die dazu einlädt, über die Bedeutung von Denkmälern und die Frage nachzudenken, wie und woran wir uns erinnern wollen.
Für das Projekt „Wem würde ich ein Denkmal widmen?“ wurde die Schule 2026 mit dem Hauptpreis des Esther-Bejarano-Preises in der Kategorie Sekundarstufe II ausgezeichnet.
Die Eröffnung der Präsentation findet am 02.10. um 17.00 Uhr im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie im Historischen Museum Saar statt.
Foto: André Mailänder
Sonderveranstaltung
NEU im Saarland
Neu im Saarland? Geschichte entdecken & Leute kennenlernen
Sie sind erst vor Kurzem ins Saarland gezogen – sei es zum Studium, für einen neuen Job oder für einen neuen Lebensabschnitt? Dann laden wir Sie herzlich zu einer besonderen Veranstaltung im Historischen Museum Saar ein.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die in den letzten sechs Monaten ins Saarland gezogen sind. Gemeinsam werfen wir einen spannenden Blick auf die wichtigsten Ereignisse der saarländischen Geschichte bis 1959 – von bewegten politischen Zeiten bis zur Eingliederung des Saarlands in die Bundesrepublik Deutschland. Erfahren Sie, was die Region geprägt hat und warum das Saarland eine einzigartige Geschichte besitzt.
Im Anschluss haben Sie die Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre bei einem Getränk andere Neu-Saarländerinnen und Saarländer kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen und vielleicht schon erste Kontakte in Ihrer neuen Umgebung zu knüpfen.
Die Führung ist kostenlos – lediglich der Eintritt ins Museum ist zu entrichten.
Jetzt anmelden und neue Kontakte knüpfen! => info@hismus.de
Die Veranstaltung wird von ODDO BHF Solutions unterstützt.
Sonderveranstaltung
Bei Anruf Kultur: Zwischen Preußischblau und Leichenblässe – Anton von Werners „Sturm auf den Spicherer Berg“
Telefonführung
Am 6. August 1870 wurde südlich von Saarbrücken eine der ersten großen Schlachten des Deutsch-Französischen Krieges geschlagen.
Zehn Jahre später erhielt der bekannte Historienmaler Anton von Werner den Auftrag, für den Sitzungssaal des Alt-Saarbrücker Rathauses einen monumentalen Gemäldezyklus zu schaffen, der an die Ereignisse des Krieges erinnern sollte. Eines der eindrucksvollsten Bilder dieses Zyklus ist der „Sturm auf den Spicherer Berg“. Es zeigt den Angriff preußischer Soldaten auf die französischen Stellungen auf den Spicherer Höhen als heroische Schlachtszene, in der sich Heldenposen und dynamische Inszenierung mit erstaunlich ungeschönten Eindrücken von Gewalt, Angst und Tod verbinden.
Die Telefonführung nimmt von Werners Gemälde zum Ausgangspunkt für eine Betrachtung der Schlacht bei Spichern, ihrer künstlerischen Darstellung und ihrer späteren Erinnerung. Dabei widmen wir uns den zahlreichen Details eines Werkes, das als Teil des erhaltenen Saarbrücker Rathauszyklus heute zum Bestand des Historischen Museums Saar gehört.
Guide: Florian Deller
So funktioniert es:
Melden Sie sich auf der Website an, indem Sie auf den "Kostenlos anmelden"-Button klicken. Alternativ können Sie auch anrufen: (040) 209 404 36
Sie erhalten gleich nach Ihrer Anmeldung per E-Mail eine Festnetznummer für die Einwahl. Bitte kontrollieren Sie auch Ihren Spam-Ordner. Die erhaltene Telefonnummer wählen Sie am Veranstaltungstag etwa 2 bis 3 Minuten vor Beginn.
Die kostenfreien Führungen dauern eine Stunde.
Sonderveranstaltung
Theaterstück: Monolog mit meinem "asozialen" Großvater - Ein Häftling in Buchenwald
Historisches Museum Saar
Schlossplatz 15, 6119 Saarbrücken
Die Veranstaltung findet auf Initiative der Landesarbeitsgemeinschaft Erinnerungsarbeit im Saarland (LAG) in Kooperation mit dem Historischen Museum Saar statt.

Arme, Obdachlose, Suchtkranke – in der NS-Diktatur wurden Menschen wie sie als „Asoziale“ verfolgt und ermordet. Bis heute erfahren sie weder angemessenes Gedenken noch Gerechtigkeit. Dieses Theaterstück will das ändern.
Das Theaterstück handelt von der vergessenen Opfergruppe der sogenannten „Asozialen“ während der NS-Zeit. Als „asozial“ galten den Nationalsozialisten diejenigen, die durch ihre Lebensführung vermeintlich dem „Volkskörper“ schadeten. Gemeint waren damit meist: Menschen aus der „Unterschicht“. Arme, Obdachlose, Suchtkranke, Prostituierte, Arbeitslose- wer nicht ins System passte, wurde aussortiert.
Weil diese Bevölkerungsgruppen auch im Nachkriegsdeutschland an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden und werden, ist die Schuld an ihnen bis heute praktisch nicht aufgearbeitet. Erst 2020 wurden auch die „Asozialen“ vom Bundestag offiziell als Opfer der NS-Diktatur anerkannt. Persönliche Zeugnisse gibt es von ihnen kaum und das Erinnern an sie kann herausfordernd sein: dem saufenden Großonkel gedenken, der mitunter gewalttätig wurde? Der obdachlosen Großmutter, die sich prostituierte? Nur zögerlich beginnt unsere Gesellschaft, sich mit den unbequemen Opfern auseinanderzusetzen.
Auch der Theatermacher und Pädagoge Harald Hahn wusste lange wenig über die Geschichte seiner Familie: Der Großvater war als „Asozialer“ im KZ. In Form eines Erzähltheaters will er sich nun diesem Familiengeheimnis annähern – und dabei aufzeigen, was Schuld, Scham und Schweigen über Generationen in Familien anrichten, wie Klasse und Herkunft unsere Gesellschaft heute noch strukturieren und was das mit dem Wert eines Lebens macht. Im Anschluss an das Stück findet ein Publikumsgespräch statt.
In einem sehr persönlichen Erzähltheater spricht der Autor in einfühlsamen Monologen mit seinem verstorbenen Großvater Anton Knödler, der als Häftling in Buchenwald inhaftiert war. Er spricht über das Familiengeheimnis, die Scham und die Zeit in Buchenwald. Ausgehend von den Monologen schlüpft Harald Hahn in die Rolle eines SS Mannes und verwandelt sich zurück in das Kind, das er einst war. Ein schwäbischer Hausmeister kommentiert das Geschehen und schafft so die Verbindung zwischen Geschichte, Schauspieler und vermeintlich unbeteiligten Zuschauer*innen. Denn die aufgeworfenen Fragen verweigern sich dem rein passiven Konsum – sie wollen und sollen alle Anwesenden mit einbeziehen.
Der Eintritt ist frei! Wir freuen uns über eine Vorabanmeldung an c.gerstner@hismus.de.
Dauer: ca. 60 Minuten plus 30 Minuten Publikumsgespräch.
Foto: Peter Steudtner
Vortragsreihe // Von der Saarabstimmung 1955 bis zur Kleinen Wiedervereinigung 1957
Salvatore Pisani: Städtebau als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Zum Wiederaufbau des Saarlands 1945-1955
Historisches Museum Saar
Schlossplatz 15, 66119 Saarbrücken
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Mehr Informationen auf https://landesgeschichte-saar.de/vortraege/von-der-saarabstimmung-1955-bis-zurkleinen-wiedervereinigung-1957/
Sonderveranstaltung
After Work im Museum: Karnevalistischer Fastnachtsrundgang mit geselligem Ausklingen
Historisches Museum Saar
Schloßplatz 15, 66119 Saarbrücken
Vortrag
Prof. Dr. Rolf Sachsse: Hin- oder Wegsehen. Krieg und Frieden in den Bildmedien
Historisches Museum Saar
Schlossplatz 15, 66119 Saarbrücken
Fragen lassen sich Künstlerinnen und Künstler nicht mehr, aber viele vor- und frühgeschichtliche Felszeichnungen lassen sich als Abbilder kriegerischer Handlungen interpretieren. Darstellungen von kriegerischer Gewalt und menschlichem Leid haben die gesamte Kunstgeschichte begleitet, und gerade Marine- wie Schlachtenbilder waren im 18. Jh. Die teuersten Produkte der Malerei.
Eines der Authentizitäts-Versprechen der Fotografie ist die Aufklärung über die Wahrheit kriegerischer Auseinandersetzungen, von Roger Fentons ersten Aufnahmen des Krim-Kriegs 1857 bis zu Anja Niedringhaus‘ Bildern aus Afghanistan kurz vor ihrem Tod im Jahr 2014. Was es mit der Wirklichkeit oder gar Wahrheit von Kriegsbildern auf sich hat, wird der Vortrag an Beispielen aus allen Jahrhunderten erläutern.
Der Vortrag ist eine Kooperation mit der vhs Saarbrücken.
8,00 € (Abendkasse)
Vortragsreihe // Von der Saarabstimmung 1955 bis zur Kleinen Wiedervereinigung 1957
Gabriele Clemens: Aufbruch in die Moderne. Das Saarlandmuseum
Historisches Museum Saar
Schlossplatz 15, 66119 Saarbrücken
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich
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